Nach dem Schwimmen, Duschen oder Baden ist das Ohr schnell mal zu und Sie hören so, als hätten Sie Druck im Ohr. Sie fühlen sich erleichtert, wenn Sie wissen, wie Sie Wasser sicher aus dem Ohr bekommen und wie Sie überhaupt dem Wasser im Ohr vorbeugen können. Denn mit dem falschen Tricks zum Wasser aus dem Ohr bekommen tun Sie nicht nur nichts, sondern verschlimmern das unangenehme Gefühl im Ohr.
Eingeschlossenes Wasser im Ohr ist meist harmlos. Das Wasser im Ohr kann aber, so ärgerlich es auch ist, für Entzündungen im Ohr sorgen, wenn es zu lange verweilt. Daher ist es wichtig zu wissen, wie Sie Wasser am besten aus dem Ohr bekommen.
Warum bleibt Wasser im Ohr stecken?
Der äußere Gehörgang ist leicht gebogen. So kann sich hier Wasser sammeln. Vor allem, wenn:
- Ohrenschmalz den Gehörgang verstopft hat
- Ihr Gehörgang anatomisch bedingt schmal ist
- Sie oft schwimmen waren
- Ihr Ohr war schon gereizt.
Normalerweise verdunstet das Wasser innerhalb weniger Stunden von allein wieder. Bleibt das Gefühl jedoch länger, gilt es, vorsichtig, aber gezielt einzugreifen.
Hilfreiche, aber sichere Methoden zum Wasser aus dem Ohr bekommen
1. Kopf schütteln lassen
Neigen Sie den Kopf zur Seite des verstopften Ohres und schütteln Sie den Kopf leicht. Oft gelangt das Wasser so schon wieder hinaus.
2. Unterdruck anwenden
Legt man die Handinnenfläche luftig auf das Ohr und drückt vorsichtig, so entsteht ein kleiner Unterdruck. Schnell wieder loslassen, so gelangt das Wasser oft daraus.
3. Warme Luft an das Ohr führen
Ein Föhn, der auf kleinster Stufe und mit etwas Abstand gehalten wird, kann dazu beitragen, dass das Wasser schneller verdunstet.
4. Lagerung
Manchmal hilft es auch, nur einige Minuten auf der Seite zu liegen, auf der sich das Wasser befindet.
Was sollte man vermeiden?
Damit man sich nicht verletzt, sollten folgende Dinge unterlassen werden:
- Wattestäbchen tief ins Ohr schieben
- Mit spitzen Gegenständen ins Ohr gehen
- Ohren kräftig spülen, ohne dass Ihnen ein Arzt dies gezeigt hat
Mit diesen Dingen können Sie Ihr Trommelfell verletzen und Keime in Ihre Ohren bringen, die wiederum Entzündungen verursachen können.

Wann ist ärztliche Hilfe erforderlich?
Sollte das Wasser nach spätestens 48 Stunden nicht abgelaufen sein oder zu allem Übel auch noch Schmerzen, Jucken, Flüssigkeitsaustritt oder gar Hörverminderung hinzukommen, so gilt es, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) oder einen Hörakustiker aufzusuchen. Auch diese können sicheres und effizientes Ohren, Reinigen von Fremdkörpern sowie die Erkennung und Behandlung einer Ohrenentzündung gewährleisten.
Fazit
Wasser im Ohr ist an sich nicht schlimm, kann aber ziemlich lästig sein. Wichtig ist es, dass man geeignete und vor allem schonende, sprich sichere Methoden verwendet und keine Experimente mit eventuell schädlichen Gegenständen oder Lösungen macht. Wenn Sie sich unsicher sind oder immer wieder dieselben Probleme haben: Suchen Sie im Zweifel dann immer einen Arzt auf.
Für mehr Informationen und detaillierte Hinweise, wie Sie Wasser aus dem Ohr bekommen, hilft Ihnen eine fachlich fundierte Quelle.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wasser im Ohr, ist es gefährlich?
In den meisten Fällen nicht. Problematisch wird es erst, wenn sich eine Entzündung entwickelt.
Wie lange darf Wasser im Ohr bleiben?
In der Regel verschwindet es innerhalb weniger Stunden wieder. Nach zwei Tagen sollte aber unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Warum höre ich dumpf?
Das Wasser blockiert vorübergehend die Schallleitung.
Können Ohrentropfen helfen?
Bestimmte Trocknung Tropfen können unterstützend wirken, sollten aber nur nach Rücksprache mit einem Arzt verwendet werden.
Wie kann man vorbeugen?
Ohrstöpsel beim Schwimmen und vorsichtiges Trocknen der Ohren senken das Risiko deutlich.

